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Hintergründe

Idee und Konzept von Lines&Clusters entstanden während zwei New York Aufenthalten der Musikerin Karin Jampen.

2005 verbrachte sie einige Zeit in dieser Einwandererstadt. 2007/08 lebte sie erneut dort, dieses Mal ein halbes Jahr als Stipendiatin des Kantons Bern. Während ihren Aufenthalten hat Karin Jampen die vielschichtigen Themenbereiche Migration und Transkulturalität erforscht und Spuren davon in der Musik, der Literatur, der Architektur, der sozialräumlichen und soziokulturellen Stadtentwicklung, in Bewegung und Begegnung(s)-Räumen sowie in der Sprache gefunden und festgemacht. Diese Entdeckungen wurden zentral für die Entwicklung des Stücks. 2008 entstand ein erstes Konzept für das Gesamtwerk Lines&Clusters.

Seit 2009 intensive Zusammenarbeit und Weiterentwicklung des Projekts mit Judith Albisser (Kunstschaffende Basel).

Conditio Humana
Migration gehört zur Conditio Humana. In diesem Zusammenhang drängen sich Fragen auf zu Tradition, Heimat, bewahren von Wurzeln und deren Verlust, Erinnerung und Spuren, Identität, Integration, Ausgrenzung, Zerrissenheit, Fremd sein, Werte und Ansichten, Begegnung, ...

Multikulturalität
Die Multikulturalität bezeichnet das Neben- oder Miteinander verschiedener Kulturen in einer Gesellschaft. Es wird von einem gruppenbezogenen Kulturverständnis ausgegangen, welches sich als innerlich homogen und nach aussen abgegrenzt versteht.




Interkulturalität
Die Interkulturalität benennt die Beziehung zwischen zwei oder mehreren Kulturen innerhalb einer Gesellschaft, wo Menschen trotz unterschiedlicher ethnischer, sprachlicher oder religiöser Zugehörigkeit miteinander in Interaktion treten. In einer kulturellen Überschneidungssituation treffen Fremd- und Eigenkultur aufeinander – das Interkulturelle entsteht.




Transkulturalität
Der transkulturelle Ansatz versteht Kultur als einen dynamischen Prozess in einer Gesellschaft. Kulturelle Praktiken vernetzen und vermischen sich über nationale Grenzen hinaus. Die trankskulturelle Prägung eines Individuums wird respektiert. Ein Mensch verfügt über eine Vielzahl von soziokulturellen Prägungen und über eine komplexe Identität. Viele Menschen sagen heute von sich, dass sie von mehreren Kulturen geprägt sind.




Dadurch entstehen Chancen für Interaktionen, Verflechtungen, Überschneidungen, Gemeinsamkeiten und Übergänge unterschiedlicher Lebensformen, die aber auch von hoher Individualisierung und Differenzierung gekennzeichnet sind. Im Zusammenleben wächst dadurch Verständnis, Toleranz, Respekt und gesellschaftliche Barrieren werden dadurch vermindert. Der transkulturelle Ansatz beschreibt, dass sich in einer globalisierten und medial vernetzten Welt neue Lebensformern herausbilden, die quer durch die ursprüngliche national und regionalen Kulturen hindurchgehen.

Quelle Grafiken: www.transkulturelles-portal.com


«Kultur liegt dort, wo eine geteilte Lebenspraxis besteht» nach Wittgenstein 1889-1951/ Welsch*1946

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